Über Gianni De Nicola

Arroganz als Lebensart?

Wer bin ich schon, um dir den Weg zu weisen, wie du das Leben mit grosser Freude und Liebe erleben kannst? Die Sache ist nur die: Angeregt durch viele Menschen, Freunde, Bekannte und viele sogar Unbekannte, welche irgendwie durch meine Lebenshaltung motiviert wurden, gekoppelt mit dem Wunsch, schon immer auch ein Buch herausgeben zu wollen, habe ich vor (zu) vielen Jahren, begonnen, einige meiner Erlebnisse auf Papier festzuhalten. Dieses Buch wird dieses Jahr publiziert werden, zum 42-jährigen Jubiläum von TA-BOU. Dieses Geschäft habe ich erdacht, den Namen kreiert, das Logo selbst gezeichnet, die Werbung eigenständig (ohne Werbeagenturen) ersonnen und publiziert. Es bietet inzwischen etwa 30 Mitarbeitenden ihren Lebensunterhalt und auf zwei Kontinenten erfreut es Frauen, die ihre Beachwear nach Passform, Innovation und Beständigkeit kaufen und weniger auf den Preis achten. Wie Oscar Wilde es einmal ausdrückte, lebe ich nach seinem Motto: „Ich habe einen einfachen Geschmack; ich gebe mich immer nur mit dem Besten zufrieden!“ Vor Jahren schon, sagte unser ältester Sohn, Diego: „Papi, du darfst nicht einfach sterben und uns keinen schriftlichen Nachlass hinterlassen! Es wäre zu schade, wenn du kein Buch hinterlässt. Du hast so viel zu sagen und niemand könnte besser als du selbst, über dein Leben berichten...“

Davon handelt meine Homepage; darin berichte ich über meinen Lebensweg, völlig bewusst, dass es viele andere – genau so gute oder gar bessere Wege gibt. Oder wie es Frank Sinatra, in meinem Lieblingslied My Way, singt.

Mein CV, erster Teil

1950 - Zuhause bei meinen Grosseltern geboren.

Meine Eltern emigrieren 1954 in die Schweiz. Wie erträgt man es, schon als Vierjähriger seine Eltern nur noch zehn Tage im Jahr zu treffen und das sechs Jahre lang? Die Schweiz erlaubte damals nicht, dass Eltern ihre Kinder mitnehmen konnten. Briefe dauerten zwei Wochen, um beim Empfänger anzukommen. Telefonieren war teuer und sehr kompliziert. Von dieser Zeit erinnere ich mich nur, wie rasch die zehn Tage Ferien vorbei waren, denn um von Zürich nach Lecce zu reisen, brauchte man damals zwei ganze Tage. Der Arbeitgeber bestimmte wann man die zwei Wochen Ferien zu beziehen hatte. Einmal überliessen mir meine Eltern vor der Abreise viel Münzgeld, das ich zählen sollte und mich hätte trösten sollen. Ich jedoch, tränenüberströmt, wusste, dass es wieder ein Jahr dauern würde, bis ich sie wieder hören und sehen würde.

Mein Grossvater brachte mir Lesen und Schreiben bei, so dass ich bereits als Fünfjähriger die erste Klasse besuchen durfte. Mein Zeugnis hatte in allen Fächern dieselbe Note: 10. Ich verstehe schon jetzt, dass du im Leben nur dann vorwärtskommst, wenn du alles, wirklich alles gibst, immer!

Ich gewinne bei einem Wettbewerb, wo man in einem Brief an das Christkind seine innersten Wünsche offenbaren muss, eine Reise als Zuschauer an die Olympischen Spielen 1960 in Rom. Ich trete die Reise jedoch nie an, weil sich niemand findet, der mich begleiten kann!

1. August 1960

Am Nationalfeiertag fahre ich endlich in die Schweiz zu meinen Eltern. Mein Deutscher Wortschatz beschränkt sich auf zwei Worte: Ja, Nein. Bald realisiere ich, dass ich als Tschingg in der Schweiz überhaupt nicht willkommen bin. In dieser Zeit, wo James Schwarzenbach mit seiner Nationalen Aktion die Überfremdung der Schweiz abwehren will, erlebe ich oft hautnah, was es heisst, ein Tschingg zu sein. So wurde ich „eingeschneebelt“ oder verdroschen durch Mitschüler, die zu viert auf mich losgingen. Als ich sie fragte, warum sie mich so behandelten, bekam ich als Antwort: „Weil du ein Tschingg bist!“

In Norditalien spielt man Morra; ein Spiel, wo es darum geht, zu erraten, wie viele Streichhölzer zusammen in den zwei Fäusten der Spieler sich befinden. Weil Italiener schnell sind, haben sie die Streichhölzer weggelassen und zeigen direkt mit jeder Hand Null bis fünf Finger an während sie gleichzeitig das Total zu erraten versuchen. Aus „cinq“, das für fünf steht, machten die Schweizer, die nicht verstanden, was diese ersten Immigranten, damals noch Fremdarbeiter genannt, beim Spiel sagten, den Tschingg, ein Name, den man in abschätziger Weise dazu benutzte, um Italiener zu beschreiben! Da wir einen regen Lehrerwechsel hatten in der Primarschule, musste ich auch mit xenophoben Lehrern fertigwerden. Zuhause in unserer kleinen Wohnung in Uster musste ich ein Zimmer mit einem Fremden teilen. Meine Eltern hatten ihm das Zimmer untervermietet, um so etwas an die Miete finanziert zu bekommen. Er hielt es mit der Hygiene nicht so gut, so dass ich seine Ausdünstungen ertragen musste. Als meine Mutter ihr drittes Kind gebar und wir zwei Mädchen in der Familie hatten, wurde dem Zimmermieter gekündigt und die Mädchen übernahmen das Zimmer; ich schlief im Wohnzimmer. Mein erstes „Kinderzimmer“ bekam ich als ich schon zwanzig Jahre alt war, kurz bevor ich von zuhause auszog.

Durch intensiven Einsatz gelang es mir ohne Prüfung in die Sekundarschule zu kommen. Bezeichnend für diese Zeit war, dass ich ständig einen Zettel in meiner Hosentasche trug, worauf ich alle Wörter notierte, die ich nicht verstand oder auf Deutsch lernen wollte. Einmal im Monat durfte ich in die Schulbibliothek, wo ich dann endlich die Übersetzung dieser Wörter nachschlagen konnte. Damals gab es weder Handys noch Google...

Mit dreizehn entscheide ich, dass ich ab sofort nur noch Deutsch sprechen werde und informiere all meine Italienischen Freunde darüber. Die nennen mich Heimatverräter und sondern sich von mir ab. Ich bleibe hartnäckig der Meinung, dass wenn ich es in diesem Land schaffen will, ich sicherlich zuerst die Sprache beherrschen muss. Diesen Entscheid habe ich bis heute kein einziges Mal bereut. Manchmal treffe ich noch auf damalige Freunde, die heute noch gebrochen Deutsch sprechen...

Meine Eltern waren in die Schweiz emigriert, weil sie keine Existenzgrundlage im Nachkrieg-Italien hatten. Meine Mutter, Analphabetin, da sie nur drei Monate Schule besucht hatte, verdiente sechs Franken in der Stunde in der Früchteabteilung eines Konsum Vereins. Mein Vater arbeitete in der Fabrik als Hilfsarbeiter. Er erreichte in den 25 Jahren in der Schweiz seinen Traum-Monatslohn (Zweitausend Franken) nicht ein einziges Mal obwohl er oft sogar Überzeit leistete, um einmal wenigstens dieses Ziel zu erreichen.

Damals trug ich praktisch nur Kleider, die von meinen Verwandten stammten; sie rochen natürlich nach Gebrauchtem. Das einzige Mal, das ich etwas Neues bekam, war zum Anfang meiner kaufmännischen Lehre. Das Paar Schuhe, die wir beim Dosenbach kauften, kostete genau CHF 19.90 und ich wusste, dass diese mein einziges Paar Schuhe während der ganzen Lehrzeit von drei Jahren bleiben würde. Also musste ich ihnen sehr bewusst Sorge tragen. Trotzdem bekamen die Sohlen bald einmal Löcher; die Lösung für uns hiess, Karton beschaffen und einlegen, denn um sie zu reparieren hatten wir kein Geld. Auch konnte ich mir erst nach Jahren und vielen Ferienjobs ein Occasionsvelo leisten, einen Halbrenner wie sie damals hiessen, mit fünf Gängen, wow! Wir hatten Mangel an allem. Ich registrierte, dass nicht alle so dran waren wie wir und fragte mich ständig, was denn die anderen anders machten, dass sie ein schönes Auto, ein Haus hatten und sicherlich keine Geldsorgen.

Einmal verlor ich zwanzig Franken, weil ich dachte, ich hätte die Note – es war das Rückgeld als ich für meine Mutter einkaufen gegangen war – in meine Gesässtasche verstaute; nur hatte diese ein Loch und die Note musste hindurchgefallen und verschwunden sein. Mein Vater tadelte meine Mutter und wurde sogar handgreiflich mit ihr, weil sie so verantwortungslos mir „so viel Geld“ überlassen hatte – eine Fünfzigernote! Er sprach auch danach für drei Wochen nicht mehr mit uns! Zwanzig Franken damals, bedeutete für uns das Verpflegungsgeld für eine Woche für die ganze Familie! All diese traumatischen Erlebnisse haben mich enorm gestärkt. Denn, ich nahm diese als Herausforderung an und überlegte, wie ich mein Leben, besser gestalten konnte.

Dass ich den Anwalt hätte machen wollen und daher studieren, ignorierte mein Sekundarlehrer. Er erklärte kurzerhand meinem Vater, der es auch glaubte, dass Hilfsarbeiterkinder nicht studieren können – obwohl ich einer der besten in der Klasse war. Da ich unbedingt saubere Hände behalten wollte, blieb als Ausweg nur noch die Kaufmännische Lehre, die ich 1969 abschloss.

Hier unterbreche ich vorerst einmal meinen CV und werde gelegentlich einen weiteren Abschnitt einfügen.

 

Wenn man, wie ich, am vierten März geboren ist ...

Ist diese Weisheit nur jenen vorbehalten mit dem gleichen Geburtstag? Natürlich nicht; trotzdem bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich aus meinem Geburtstag einen so motivierenden Spruch erschaffen habe. Wir könnten jedoch genauso gut auch sagen, dass es eine Lebensweisheit aus dem Volksmund ist. „Schau vorwärts, Werner, und nicht hinter dich!“ rief damals Gertrud ihrem Werner Stauffacher (im Wilhelm Tell von Schiller, 1. Aufzug, 2. Szene) und auch Goethe schrieb schon: „Geh’ vorwärts und lass die andern reden!“ Über meinen selbstbewussten Weg handelt also meine Homepage.

 

Warum duze ich dich?

Hast du schon einmal überlegt, wie du deine ersten Schritte in diesem Leben gemacht hast? Wie man dir erklärt, gezeigt, vorgeschrieben, verboten, erlaubt hat, etwas zu tun oder zu lassen? Ich glaube, ich irre mich nicht, wenn ich sage, dass du etwa 18 Jahre lang von der ganzen Welt geduzt worden bist. Erst als du erwachsen, also mündig wurdest, begann man dich mit Sie anzusprechen. Da unser Leben stark von unseren allerersten Erfahrungen geprägt ist, beginnend mit unserer Zeugung, denke ich, ist es wohl besser, wenn ich dich duze; so erreiche ich dich nämlich bestimmt besser. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass mit dem Du der Zugriff auf unser Unterbewusstsein einfacher und schneller gelingt.

 

Auf dieser Homepage werde ich über Themen berichten, die mich wesentlich geprägt haben. Nachstehend folgen ein paar Fragen auf die ich in nächster Zeit eingehen werde. Natürlich nehme ich auch gerne Anregungen und persönliche Fragen entgegen und werde sie, je nach Interesse, beantworten oder kommentieren. Schliesslich habe ich in den letzten 45 Jahren nicht nur erfolgreich ein Geschäft aufgebaut, www.tabou.com sondern viele Tausende Menschen (Verkäufer, Manager, Hausfrauen, Pfarrer, Olympiasieger, Politiker, Industriekapitäne, Bundesräte!) in Kommunikation, Verkauf und Management trainiert. Mit der Zeit habe ich jedoch realisiert, dass – unabhängig der Position oder Funktion, die wir im (Geschäfts-)Leben führen – die Lebensfreude, das wichtigste Kriterium ist, wenn man das Leben geniessen will. Natürlich können wir auch über Geld sprechen, für viele „das Thema“ jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass zum persönlichen Glück Geld nicht die Hauptrolle spielt.

  • Warum ist Leben lebensgefährlich?
  • Warum sind wir alle Verkäufer?
  • Wie findest du den passenden Partner fürs Leben?
  • Wie erziehe ich Kinder richtig?
  • Wie geniesse ich das Leben?
  • Bist du auch schon... verlassen, betrogen oder über den Tisch gezogen worden?
  • Hast du auch schon... Selbstmordabsichten gehabt?
  • Hast du auch schon viel Geld verloren?
  • Warst du auch schon... depressiv, frustriert, ziellos, krank, demotiviert?
  • Warum ich kein „nonno“ bin obwohl ich schon drei Enkelkinder habe...
  • Gibt es Liebe auf den ersten Blick?
  • Kann man erfolgreich Jahrzehnte lang „glücklich-unverheiratet“ eine Partnerschaft mit derselben Frau führen, obwohl sie aus dem Katalog stammt?
  • Warum vergisst man die erste Liebe nie?
  • Kann man eine Familie wie ein Business planen?
  • Was ist die wichtigste Aufgabe als Vater?
  • Was eigentlich ist Treue?
  • Wie geht das? Nicht süchtig zu sein – obwohl man täglich auf LSD ist?
  • Warum sich für etwas bedanken, das man bekommen hat – nicht die beste Vorgehensweise ist.
  • Wie kann unser Selbstbewusstsein einfach so von alleine wachsen?
  • Welche ist die wichtigste aller Fragen?
  • Wann stellt „400 m in 40 Minuten“ Weichen?
  • Kannst du das Alphabet vorwärts und rückwärts in 20 Sekunden aufsagen?
  • Wie kannst du es 100%-ig vermeiden, bei einem Flugzeugabsturz zu sterben?
  • Warum ist „Psycho-Hygiene 24/7“ besser als jede Kosmetik?